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Es gibt viele Gründe weshalb man für eine bestimmte Zeit keiner Arbeit nachgehen kann. Doch wie kommt man mit einer Lücke im Lebenslauf oder möglicherweise anhaltenden Einschränkungen wieder zurück ins Berufsleben? 


Ob jemand nun selbstverschuldet oder auf Grund von äußeren Umständen für längere Zeit aus dem Berufsleben raus ist: Der Wiedereinstieg ist schwierig. Lücken im Lebenslauf (begründet oder nicht) sind häufig eine große Hürde bei der Jobsuche und die Arbeitswelt ist, gerade in der heutigen Zeit, in bestimmten Branchen extrem schnelllebig. Gerade wenn Einschränkungen bestehen die einen normalen Arbeitsalltag nahezu unmöglich machen, ist es schwer einen passenden Arbeitsplatz zu finden.

Wir wollen euch heute ein paar Tipps zum Wiedereinstieg mit auf den Weg geben. Vielleicht kennt ihr jemanden, der gerade wieder versucht einen Fuß ins Berufsleben zu bekommen oder lasst euch hiervon für euren eigenen Berufsweg inspirieren, da diese Tipps nicht nur zum Wiedereinstieg sondern auch für den beruflichen Aufstieg hilfreich sein können.


Tipp 1: Fort- und Weiterbildung

In der Zeit, in der ihr aktiv auf Arbeitssuche seid, bietet es sich an die zur Verfügung stehende Zeit nicht nur für die Jobsuche und Bewerbungen sondern auch für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu nutzen. 

Je nach Beruf und Branche gibt es hier häufig Angebote von Bildungseinrichtungen oder offiziellen Stellen (z.B. der IHK) oder auch Kurse zum (Online-)Selbststudium. Häufig sind solche Maßnahmen zum Beispiel vom europäischen Sozialfonds oder der Agentur für Arbeit bezuschusst oder (insbesondere bei den Onlinekursen) zu einem geringen Preis / kostenlos verfügbar.

Das hat gleich mehrere positive Effekte: Zum einen könnt ihr euch durch diese Maßnahmen langsam wieder an das Berufsleben gewöhnen und die Entwicklungen, die sich in der Zwischenzeit im Berufsalltag ergeben haben, wieder aufholen. Zum anderen signalisiert ihr so möglichen Arbeitgeber*innen ein ernsthaftes Interesse an dem Beruf, der Arbeit und am Wiedereinstieg. Dies ist ein sehr positives Signal, das die meisten Arbeitgeber*innen sehr zu schätzen wissen.


Tipp 2: Offenheit

Wenn es an das Schreiben des Lebenslaufs oder der Bewerbung geht ist häufig nicht ganz klar wie mögliche Lücken oder bestehende Einschränkungen untergebracht werden können. Hier ist vor allem Offenheit gefragt. Von verschleierten Formulierungen oder zurückgehaltenen Informationen sollte besser Abstand genommen werden, da niemand im Bewerbungsgespräch gerne mit veränderten Tatsachen konfrontiert wird".

In der Regel wissen die Personen, die die Bewerbungen lesen, auch ziemlich genau wonach sie suchen. Fallen Ungereimtheiten auf erhaltet ihr häufig keine Gelegenheit zur Erklärung sondern werdet sofort aussortiert.

Wenn ihr klar und ehrlich die Gegebenheiten und möglichen besonderen Umstände ansprecht, weiß das Gegenüber direkt worauf es sich einstellt und kann die Situation für sich abwägen. Wichtig ist herauszuarbeiten wo die eigenen Stärken liegen, das man konkrete Vorstellungen hat wie der Wiedereinstieg funktionieren kann und das über ausreichend Motivation besteht diesen Schritt erfolgreich zu gehen.

Im Zweifel bietet ein persönliches Gespräch zum Austausch und Klärung möglicher Fragen oder Hintergründe an. Wenn alle Aspekte und Hintergründe schlüssig und nachvollziehbar dargelegt sind, sollte nichts gegen eine Einladung sprechen.


Tipp 3: Praktika

Je nachdem wie die Umstände liegen kann es natürlich sein, das bei Bewerbern oder bei den Personalverantwortlichen noch Unsicherheit besteht, ob der Wiedereinstieg wie geplant gelingen kann. Das ist in bestimmten Situationen durchaus (beiderseitig) nachvollziehbar und kann natürlich im Zweifel dazu führen, dass die Stelle nicht angetreten werden kann.

Hier bietet sich auf jeden Fall an direkt ein Praktikum oder Probearbeiten anzubieten. Das gibt potentiellen Arbeitgeber*innen die Chance sich von den Qualitäten und Möglichkeiten zu überzeugen und als Bewerber*in erhält man die Chance sich vorab einen Überblick zu verschaffen was auf einen zukommt. So können im idealfall vorab in der Praxis schon die Rahmenbedingungen und vor der Endgültigen Anstellung die Voraussetzungen und Eignungen beiderseitig erprobt werden.

Sofern das Praktikum oder Probearbeiten nicht gänzlich erfolgreich verläuft könnt ihr für euch dennoch einige Erkenntnisse und Erfahrungen (z.B. Fortbildungsbedarfe) und ein zusätzliches Feedback einholen.

Für Arbeitgeber*innen unterstreicht dieses Angebot auch nochmal das aufrichtige Interesse, was die Chancen auf eine Einladung (trotz Lücken im Lebenslauf) deutlich erhöht.


Tipp 4: Fördermöglichkeiten

Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten die den Wiedereinstieg fördern sollen. Dazu hat zum Beispiel die “Agentur für Arbeit” verschiedene Programme wie das “WeGebAu” Projekt oder den Eingliederungszuschuss. Im Rahmen dieser Projekte können Arbeitgeber*innen einen zeitlich begrenzten Zuschuss zu den Personalkosten erhalten und so Weiterbildungsmaßnahmen oder anfängliche Defizite finanzieren und ausgleichen. Das macht es für den Arbeitgeber attraktiver trotz besonderer Umstände eine Einstellung in Betracht zu ziehen.

Außerdem gibt es weitere Anlaufstellen die verschiedene notwendige Maßnahmen oder Anschaffungen finanziell sowie organisatorisch unterstützen können. Dazu zählen zum Beispiel zahlreiche Angebote von Rehabilitationseinrichtungen oder dem Integrationsfachdienst.

Nicht immer sind sich Arbeitgeber*innen dieser Möglichkeit bewusst. Es ist daher ratsam konkret auf die Agentur für Arbeit oder andere Anbieter von Unterstützungsleistungen wie die genannten zuzugehen und sich vorab darüber zu informieren, ob man für das genannte Programm in Frage kommt.

In der Regel muss die Förderung Seitens der Arbeitgeber*innen beantragt werden (Achtung: Häufig muss dies vor Vertragsschluss passieren!). Wenn diesen auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen werden und möglicherweise schon konkrete Unterlagen vorgelegt bekommen, macht es das leichter diese Möglichkeiten zu prüfen und in Betracht zu ziehen. Oft gibt es Flyer und Infomaterial speziell für Arbeitgeber*innen.


Und jetzt seid Ihr dran!

Mit diesen Tipps fällt es euch hoffentlich etwas leichter sich selbst auf den Wiedereinstieg vorzubereiten und sich für potentielle Arbeitgeber*innen trotz besonderer Umstände attraktiv darzustellen. Häufig kann dann im Weiteren auch individuell mit den Arbeitgeber*innen über fortlaufende Möglichkeiten oder konkrete Defizite sprechen und gemeinsame Lösungen finden. In der Regel sind auch Arbeitgeber*innen an einer für beide Seiten passenden Lösung interessiert und zeigen sich gesprächsbereit, wenn die grundsätzlichen Rahmenbedingungen passen.


Der Autor dieses Artikels ist Arbeitgeber und beschäftigt derzeit 17 Mitarbeiter. Im Unternehmen des Arbeitgebers werden immer wieder aus verschiedenen Gründen Umschulungen und Wiedereingliederungsmaßnahmen erfolgreich durchgeführt.






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