Alles steht Kopf



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Wollt ihr anhand eines animierten Pixar-Filmes „lernen“ wie es bei euch im Kopf zugeht? Und dies auf eine besonders bunte Art und Weise? Dann haben wir etwas für euch gefunden, was wir euch gerne vorstellen würden.


Vielleicht habt ihr den US-amerikanischen Computeranimationsfilm „Alles steht Kopf“ von 2015 aus dem Hause DisneyPixar ja bereits gesehen, aber für alle, die ihn noch nicht kennen, haben wir eine Rezension vorbereitet.


Am Anfang des Films lernen wir die kleine Riley und ihre Eltern kennen. Sie wächst unter harmonischen Umständen auf, bis die Familie dann umzieht. Das ist der Moment, indem  wir als Zuschauer den ersten Einblick in ihren Kopf bekommen. Ab dieser Stelle nimmt der Film einen auf die emotionale Reise durch Rileys Gedanken und Gefühle mit. Hier wollen wir natürlich noch nichts großartig vorwegnehmen.


Aber wie stellt Pixar die Abläufe im Gehirn da?


Zuerst sei noch einmal gesagt, dass es sich bei dem Film natürlich nicht um eine genaue biologische Abbildung unseres Gehirns und unserer Nervenbahnen handelt, aber das wird von Pixar auch nicht erwartet. Nun zum eigentlichen Film:

In den Köpfen der Figuren (und besonders des Hauptcharakters Riley) sind fünf Emotionen: Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel. Sie alle werden jeweils durch eine bestimmte Farbe charakterisiert. Zudem haben sie in ihrem „Raum“ im Gehirn eine Schaltzentrale, von der jeweils eine Emotion die Stimmung der Person steuert.


Das kann öfter zu Reibereien führen, da alle der fünf Emotionen wortwörtlich ihre Hand am Drücker haben wollen. Damit ist das Chaos natürlich vorprogrammiert. Wir werden auf eine Reise durch gute wie schlechte Kindheitserinnerungen mitgenommen und erfahren einiges von der geistigen Entwicklung eines jungen Menschen und welche emotionalen Probleme damit einhergehen. Um den Streit zwischen den Emotionen und Rileys Entwicklung genauer nachvollziehen zu können, ist es wichtig den Film dann doch selbst zu schauen.


Warum ist der Film sehenswert?


Es ist einfach beeindruckend wie Pixar ein so komplexes Thema in einen bunten, kindgerechten Film packt. Aber auch - oder besonders - als Erwachsener erkennt man sich in diesem Gefühlschaos wieder.


Daher ist der Film besonders für die erwachsenen Zuschauer ein Genuss, da Kinder zwar die Emotionen und Geschehnisse grundsätzlich verstehen, aber die Komplexität hinter den Aussagen nicht immer erfassen können. Für ältere Zuschauer liegt noch eine tiefere Bedeutung hinter den Animationen. Es ist auch nicht zu viel gesagt, wenn wir verraten, dass bei diesem Film kein Auge trocken bleibt.


Der Film hat alles, was man sich von einem Animationsfilm aus dem Hause Pixar wünscht: liebenswerte Charaktere, Humor, ein wenig Traurigkeit und eine wunderschöne Geschichte, die einen auch lange nach dem Schauen des Films noch zum Nachdenken anregt.


Die Kernaussage des 94-minütigen Films, die jeder immer im Hinterkopf behalten sollte? Die Emotionen können nur miteinander bestehen, da jede von ihnen mal am zentralen Schalter sitzt. So hat “Freude” keine Chance Rileys Leben positiv erscheinen zu lassen wenn nicht vorher “Kummer” Riley traurig werden lässt. Nach Regen scheint immer wieder Sonne oder wie heißt es so schön?







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