Ein Brief an mich selbst



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Rund 10.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das Leben. Heute ist der Welttag der Suizidprävention und das Sorgen-Tagebuch möchte darauf aufmerksam machen. Wir haben für euch einen Brief formuliert, der als Inspiration und Mutmacher dienen soll. Ein Brief kann genau wie das Tagebuchschreiben Bewusstsein stärken und persönliche Fortschritte hervorheben. Wir sind froh, dass ihr hier seid!


Liebes Ich,


ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. In meinem Leben sind schon so viele Dinge passiert. Menschen kommen und gehen. Und ich? Ich bleibe. Ich kämpfe mich durch diese Welt und dieses Leben. Gebe niemals auf.


Vor ein paar Jahren hätte ich niemals daran geglaubt heute hier zu stehen. Ich hätte spöttisch gelächelt und erwidert: “Ja klar! Ich bin viel zu kaputt, um weiterzumachen.” Aber jede Wunde verheilt irgendwann. Was zurückbleibt sind Narben. Zeichnungen des Lebens, die uns vor Augen halten wie stark wir sind. Stärker als wir dachten. Ich schäme mich nicht, im Gegenteil. Diese Narben erinnern mich daran wer ich bin. Und wenn es mir mal schlechter geht als sonst, streiche ich mit meiner Hand darüber. “Du schaffst das!”, sagt die Stimme in meinem Kopf.


Ich lass mich nicht unterkriegen. Und ich bin nicht allein. Ich habe Menschen um mich, die für mich da sind und mich lieben. Ich kann Hilfe suchen, wann immer ich sie brauche. Ich muss mich nicht mit meinen Problemen verstecken. Jeder Mensch hat Probleme und niemand ist perfekt. Es ist o.k. traurig, wütend oder enttäuscht zu sein. Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen. Nach jedem Regen kommt auch wieder Sonnenschein.


Was ich gelernt habe ist mir selbst zu vertrauen. Ich werde meinen Weg gehen. Ich tue, was sich für mich richtig anfühlt. Ich weiß, dass ich stark genug bin. Und ich bin stolz auf mich. Auf alles, was ich in der Vergangenheit erreicht habe. Auf alles, was ich in der Zukunft erreichen werde. Denn ganz gleich was kommt, solange ich lebe, kämpfe ich!


In Liebe,

Ich.







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