depression



Veröffentlicht am

0 Kommentare

Beitrag teilen:

       




“Ich bin depressiv.” - dieser Satz geht vielen von uns schnell über die Lippen. Gemeint ist damit aber häufig eher eine Momentaufnahme unseres aktuellen Gefühlszustandes. Anlässlich des Europäischen Tag der Depression erklären wir euch heute was es bedeutet eine Depression, die als eine anerkannte psychische Störung gilt, zu haben.


Bin ich depressiv?


Müdigkeit, Appetit- oder Antriebslosigkeit, schlechte Laune oder Konzentrationsprobleme... das sind nur einige der vielen Symptome einer Depression. Genau dadurch, dass eine Depression sich bei Betroffenen oftmals sehr unterschiedlich zeigt, fällt es vielen - sowohl Ärzten als auch Betroffenen - schwer, die psychische Störung als solche zu erkennen und entsprechend zu behandeln.


Die oben genannten Symptome verdeutlichen, dass Depressionen sowohl körperliche als auch psychische Symptome aufweisen können. Nach dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10 sind die Hauptsymptome einer Depression eine depressive Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit und Antriebslosigkeit bzw. erhöhte Ermüdbarkeit. Dabei treten die Symptome über den Tag ganz unterschiedlich stark auf, z.B. berichten viele Betroffene über ein Stimmungstief am Morgen. Begleiterkrankungen können beispielsweise Angststörungen sein, die dann zusätzlich behandelt werden sollten.


Wie entsteht eine Depression?


Neben den sehr unterschiedlichen Symptomen, die sich bei Betroffenen zeigen, sind auch die Ursachen einer Depression sehr vielfältig. Häufig gibt es nicht die eine Ursache, sondern viele verschiedene Einflüsse.


Bei Depressionen lässt sich eine Veränderung der Botenstoffe im Gehirn der Betroffenen erkennen. Serotonin (Glückshormon) sowie Noradrenalin (Stresshormon), die für die Kommunikation zwischen den Nervenzellen zuständig sind, geraten dabei aus dem Gleichgewicht und sorgen für eine gestörte Übertragung der Impulse zwischen den Zellen. Dies kann sich dann direkt auf die Gefühle und Gedanken der betroffenen Person auswirken. Neben einer Hormonstörung können aber auch andere Krankheiten, wie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion und zu einem gewissen Teil auch genetische Faktoren Mitursache einer Depression sein.


Zusätzlich zu den körperlichen Ursachen können auch die Lebensumstände, beispielsweise beim Erleben eines Traumata, Verlusterlebnisse oder ein starker Rollenwechsel das Depressionsrisiko erhöhen. Auch einige persönliche Merkmale der Betroffenen, z.B. starker Perfektionismus, extreme Leistungsorientierung oder erhöhte Selbstkritik,spielen eine Rolle.


Wann gehe ich zum Arzt?


Zunächst einmal gilt: Jeder sollte sich helfen lassen. Oft sind die Beschwerden, über die Betroffene klagen und die der Auslöser eines Arztbesuches sind, nicht unmittelbar auf eine Depression zurückzuführen. Genau deshalb fällt es Ärzten häufig schwer eine Depression zu diagnostizieren. Für den positiven Verlauf einer Depression ist die frühzeitige Erkennung jedoch enorm wichtig.


Grundsätzlich gilt: Wenn du an dir einige/mehrere Anzeichen einer Depression bemerkst, die über einen Zeitraum von zwei Wochen hinausgehen und von außen wenig beeinflussbar sind, oder vielleicht sogar Freunde oder Familie dich darauf ansprechen, dann solltest du nicht zögern zum Arzt zu gehen. Umso offener du mit deinem Arzt darüber sprichst, umso leichter fällt es ihm, eine korrekte Diagnose zu erstellen und dir Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Zur Anamnese (Vorgeschichte) gehört unter anderem eine genaue Bestandsaufnahme auf Basis dessen, was der Patient berichtet. Diese dient dann beispielsweise dazu, die Unterscheidung einer unipolaren Depression und bipolaren affektiven Störung (mit manischen Phasen) sowie die jeweilige Intensität zu gewährleisten.


Ich bin depressiv. Was kann ich tun?


Nachdem eine Diagnose auf Basis der individuellen Situation des Patienten erstellt wurde, gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten, die eingesetzt werden können. Als Grundlage werden häufig, je nach Schwere der Depression, antidepressive Medikamente und/oder Psychotherapie eingesetzt. Auch wo die Behandlung stattfindet - ambulant oder stationär - muss im Einzelfall entschieden werden und hängt wieder stark von der Schwere der Depression sowie Selbstmordrisiko ab.


Wenn du dich fragst, ob du von einer Depression betroffen sein könntest, zögere bitte nicht dir Hilfe zu suchen und kontaktiere deinen Hausarzt!






Psychologie
Feedback/Erfahrungen
Mein persönliches Tagebuch - Teil 3 »

Feedback/Erfahrungen
Burnout: Wenn Körper und Seele erschöpfen »

Psychologie
Co-Abhängigkeit: Wenn es nur noch ein “Wir” gibt »

30.07.2021 12:00 Uhr
Geduld, Geduld! Das Wochenende ist nicht mehr fern. - https://t.co/GMJem7rdgm - #Geduld #Einstellung |SB
0 | 0 | @SorgenTagebuch

28.07.2021 12:00 Uhr
Zur Abwechslung probieren wir das Anti-Stress-Training aus. 7 Tage stressfrei, wirklich? - https://t.co/GMJem7rdgm - #Training #gelassen |SB
2 | 2 | @SorgenTagebuch

26.07.2021 12:00 Uhr
Montag und Gelassenheit? Ja, das geht. Dazu hat unsere Redaktion ein paar Tipps herausgesucht -… https://t.co/mdwcfd1SwS
0 | 0 | @SorgenTagebuch

23.07.2021 14:00 Uhr
Bist du aktiv auf Social Media unterwegs? Interessierst du Dich für Themen um Psychologie und Ehrenamt? Wir suchen… https://t.co/L8827V4IbV
2 | 2 | @SorgenTagebuch

21.07.2021 12:00 Uhr
Heute schon mit einem Ohrwurm aufgewacht? Jetzt wissen wir, wie sie entstehen - https://t.co/WEAusC6Gyk - #Musik #Ohrwürmer |SB
0 | 0 | @SorgenTagebuch

19.07.2021 12:00 Uhr
Für alle, die mit Musik besser lernen können - Könnt Ihr dem widersprechen? - https://t.co/I5ifmTzkpb - #Musik #Lernfähigkeit |SB
2 | 2 | @SorgenTagebuch

16.07.2021 12:00 Uhr
Wann ist das Nickerchen gesund? - https://t.co/9HuEFoI6Ns - #gesunderSchlaf #ausgeruht |SB
1 | 1 | @SorgenTagebuch

14.07.2021 12:00 Uhr
Bist du trotz ausreichendem Schlafes noch müde? Auch beim Schlaf gilt: Zu viel ist zu viel - https://t.co/eHMjvEp3Ze - #Schlaflosigkeit |SB
1 | 1 | @SorgenTagebuch

12.07.2021 12:00 Uhr
Fast wie "Schlaflos in Manhattan"? Nicht ganz, aber trotzdem sehr lesenswert: Anders Bortnes "Tagebuch eines Schlaf… https://t.co/aWqe9Gz2Av
2 | 2 | @SorgenTagebuch

09.07.2021 15:00 Uhr
Wenn in der Physiotherapie auch die Psyche nicht vergessen werden darf - https://t.co/J62FioGtrd - #Körper #Psyche #Gesundheit |SB
0 | 0 | @SorgenTagebuch

Wichtiger Hinweis: Unser Tagebuch wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gepflegt und betreut. Wir bieten keine medizinische, juristische oder psychologische Beratung. Unsere Antworten basieren auf Lebenserfahrungen und der persönlichen Einschätzung unserer Autorinnen und Autoren. Sie sollen den Schreibern helfen, nicht alleine mit ihren Problemen dazustehen, ihnen Mut machen und neue Wege aufzeigen.

© 2020 Sorgen-Tagebuch e.V. - Mit freundlicher Unterstützung der SD Software-Design GmbH