Studienabbruch



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Das Studium abzubrechen, in welches schon so viel Herzblut geflossen ist und eine Menge Stress ertragen werden musste. Etwas, wofür jahrelang in der Schule gekämpft wurde, vielleicht sogar ein Kindheitstraum. Wie fühlt man sich dabei? Und was kommt danach?

Die Klausurergebnisse sind online. Der Magen macht Purzelbäume und es wird plötzlich ganz heiß im Raum. Hat es dieses Mal gereicht oder habe ich wieder versagt? Mit jedem Rückschlag sinkt die Motivation weiter und der Kindheitstraum wird zum Alptraum. Ein elendiger Kampf, ganz anders als einem das Unileben angepriesen wurde. Langsam beginnen die Selbstzweifel: Geht es nur mir so? Bin ich einfach nicht intelligent genug? Eins ist sicher: Dieses Dilemma ist vielen Menschen in unterschiedlichen Formen bekannt.  

Was ist, wenn es einfach nicht mehr geht?

Zuerst einmal ist es wichtig sich selbst einzugestehen, dass eine Grenze erreicht ist. Das ist wohl wahrscheinlich das Schwerste - anzunehmen, dass es so nicht weitergehen kann und eine Entscheidung getroffen werden muss.

Außerdem ist es natürlich wichtig, wie eigentlich bei jedem Problem, sich jemandem anvertrauen zu können: sei es die Familie, Freunde, aber vielleicht auch Beratungsstellen an den Hochschulen oder der Arbeitsagentur für Arbeit.

Die Gründe für einen Abbruch spielen dabei auch eine große Rolle: schlechte Noten, fehlende Zukunftschancen, sinkende Motivation oder aus einer finanziellen Notlage heraus? Die Vorgehensweise ist abhängig von den Faktoren, die zur Situation beitragen. Das können beispielsweise die eigenen Wünsche, Erwartungen anderer, Finanzen oder zu hohe Leistungsanforderungen sein.

Studium abgebrochen – und was dann?

Das Bild gleicht einem Scherbenhaufen:  so viel Zeit und Kraft wurden in das Studium investiert ohne im ersten Moment sichtbar etwas davon zu haben. War es nur verschenkte Zeit? Und was mache ich nun?

Auch wenn der Lebenslauf keinen Abschluss datiert, hat man hat viel über sich selbst gelernt und ist in vielerlei Hinsichten über sich hinausgewachsen. Auch den Mut aufzubringen, das Studium schlussendlich, aus welchem Grund auch immer, abzubrechen, ist bemerkenswert. Es gibt leider zu viel Menschen, die sich aufgrund von fehlendem Mut nicht aus einer Situationen heraus trauen, die sie unglücklich macht?

Es gibt immer einen Weg. Manchmal weniger offensichtlich und wenn alle Stricke reißen ist kein Studium es wert seine eigene psychische und physische Gesundheit aufs Spiel zu setzen.  Alternativen wären beispielsweise eine Ausbildung anzufangen oder aber auch erstmal in verschiedenen Richtungen, wie z.B. Praktika oder freiwillige Jahre, herauszufinden wer man selbst ist und wo es beruflich hingehen soll.

Nicht alleine

Auch wenn man in Zeiten der sozialen Medien häufig nur das Gute von anderen mitbekommt: Niemand ist alleine damit. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hat ergeben, dass 29 Prozent aller Bachelor Studenten ihr Studium vorzeitig abbrechen, Tendenz steigend.

Dabei spielt sicher auch eine große Rolle, dass wir in einer zunehmend akademisierten Gesellschaft leben. Das Ideal Abitur zu machen und dann an die Hochschulen zu gehen, steckt in immer mehr Köpfen der Schüler. Aber was wirklich dahinter steckt und ob es für einen auch das Richtige ist, merken die meisten erst dann, wenn sie bereits mitten im Studium stecken. 

Deswegen ist es wichtig die ersten Anzeichen nicht zu ignorieren. Je länger versucht wird das Problem zu verdrängen, umso mehr leiden Körper und Psyche unter der Situation. Ganz gleich aus welchen Gründen ein Studium abgebrochen wird, wichtig ist, dass es dir gut geht und du glücklich bist. 







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