Veröffentlicht am

0 Kommentare

Beitrag teilen:

       



Unter der Rubrik "Mein persönliches Tagebuch - die Interviewreihe von und über Tagebuchautoren" wird es regelmäßig kurze Interviews mit unseren Autoren geben.

In der ersten Reihe geht es um das Tagebuch-Schreiben selbst. Ein Tagebuchautor hat andere Autoren befragt, wie das mit dem normalen Tagebuch-Schreiben für ihn/ sie ist.


Teil 8.


Hast du jemals Tagebuch geschrieben?

Als ich klein war unregelmäßig und seit 2014 regelmäßig.


Hast du schon als Kind Tagebuch geschrieben?

So mit 7-8 Jahren, eher sporadisch. Wenn man mal zum Geburtstag ein Tagebuch von Diddl geschenkt bekommen hat, stand dann sowas wie "heute ist ein schöner Tag" drin. Inzwischen schreib ich da aber sehr viel tiefgründigere und wichtigere Dinge rein.


Wie sieht dein Tagebuch denn heute aus, hast du das auch geschenkt bekommen?

Das hab ich im Internet bestellt, das ist ein gebundenes Buch, das nochmal extra in einer "Holzschachtel", die dazu kam, liegt. Diese hat ein Schloss.


Das hört sich sehr schön an - schließt du das auch tatsächlich mit Schlüssel ab und bewahrst es in deiner Schatzkiste?

Ja, das bleibt da drin und wird auch nur von mir geöffnet. ;-)


Schreibst du jeden Tag etwas auf?

Manchmal, aber eher so drei bis vier mal die Woche, kommt drauf an, wie es mir geht und ob ich Zeit bzw. Lust habe.


Schreibst du denn eher, wenn es dir gut oder eher, wenn es dir schlecht geht?

Wenn's mir richtig schlecht geht, aber die meisten "Einträge" sind fröhlicher Natur.


Würdest du sagen, dass Tagebuchschreiben helfen kann?

Auf jeden Fall, wenn man seine Gedanken und Gefühle aufschreibt, dann kann man sie ordnen und praktisch auf später verschieben. Man vergisst sie nicht und kann später drauf zurück schauen und sieht, wie man sich entwickelt hat und dass auf schlechte Zeiten auch wieder gute Folgen.


Du hast deine Tagebücher nochmal gelesen?

Ja, ich hab mir vor ein paar Monaten mal wieder alle durchgelesen, ich finde es schön mich an die Dinge zu erinnern, die ich in meiner Schulzeit erlebt habe, sowas wie die erste Romanze und so :-)


Würdest du der Person von damals aus dem Tagebuch heute etwas sagen wollen?

Ja, ich würde ihr Ratschläge geben oder sie auch mal für ihre Entscheidungen loben (z.B. wo ich noch weiß, dass ich total unsicher war, ob es dir richtige Entscheidung war).


Du weißt ganz genau, dass du seit 2014 regelmäßig Tagebuch schreibst. Gab es einen besonderen Anlass, wieder anzufangen?

Eigentlich nicht, ich hab zu dem Zeitpunkt nur sehr viel Neues entdeckt. Ich wurde in dem Jahr 18 und da darf man dann plötzlich so viel, da gab's dann so einiges was man ausprobiert (z.B. in eine Disko zu gehen und so weiter) und ich hab zu dem Zeitpunkt einen Jungen kennen gelernt.


Und das musste dann festgehalten werden?

Für mich war das damals sehr wichtig und meine beste Freundin und ich hatten so die Vorstellung, dass wir, wenn wir achtzig und senil sind nicht wollen, dass wir alles vergessen haben, was wir zusammen erlebt haben :slightly_smiling_face: und dann hab ich das seit dem einfach weiter geführt.


Kann ein Tagebuch auch ein Freund sein?

Es kann dir zwar nicht antworten, aber im den Sinne, dass man Dinge erzählen kann und sich nicht verurteilt fühlt (wie es bei Freunden sein sollte), schon






Feedback/Erfahrungen
Wichtiger Hinweis: Unser Tagebuch wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gepflegt und betreut. Wir bieten keine medizinische, juristische oder psychologische Beratung. Unsere Antworten basieren auf Lebenserfahrungen und der persönlichen Einschätzung unserer Autorinnen und Autoren. Sie sollen den Schreibern helfen, nicht alleine mit ihren Problemen dazustehen, ihnen Mut machen und neue Wege aufzeigen.

© 2023 Sorgen-Tagebuch e.V. - Mit freundlicher Unterstützung der SD Software-Design GmbH