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Zur Feier des Welttages des Tagebuchs stellen wir euch heute eine weitere berühmte Persönlichkeit vor, deren Tagebuch als eines der bedeutendsten Tagebücher in der Geschichte der Literatur gilt.


Heute wird der Welttag des Tagebuchs gefeiert, weil Anne Frank am 12. Juni 1942 den ersten Eintrag in ihr inzwischen weltberühmtes Tagebuch geschrieben hat. Zur Feier dieses Gedenktages möchten wir euch die Tagebücher der Schriftstellerin Anaïs Nin vorstellen.


Das Schreiben war Anaïs Nins Weg in die Freiheit

Anaïs Nin wurde am 21.02.1903 in Frankreich in der Nähe von Paris geboren. Nachdem ihr Vater sie verlassen hatte, war sie gemeinsam mit ihrer Mutter in die USA ausgewandert. Anaïs litt sehr unter der Trennung von ihrem geliebten Vater und fühlte sich in Amerika nicht Zuhause. Von da an schrieb sie Tagebuch. Es half ihr, alles ihrem Tagebuch anzuvertrauen und ihre Gefühle auszudrücken. 

Sie war als Jugendliche sehr schüchtern und fühlte sich nur in ihrem Tagebuch vor neugierigen und kritisierenden Blicken sicher. Ihre Eltern gaben ihr als Kind das Gefühl, nur geliebt zu werden, wenn sie ihren Erwartungen entsprach. Sobald sie ihr wahres Ich zu behaupten versuchte, wurde sie zurückgewiesen. In ihren künstlerischen Arbeiten konnte sie dieses wahre Ich ausdrücken, doch die Angst, nicht geliebt zu werden, blieb.


„Die Schutzmechanismen, die die Menschen errichten, werden ihnen zur Falle. Ich glaube, ich liebe an den Jungen, daß sie noch keine Verkleidungen und Masken geschaffen haben. Das Tagebuch entstand aus der Angst, daß es mir genauso ergehen würde wie allen anderen um mich herum. Die wirkliche Anaïs ist im Tagebuch zu finden.“ – Anaïs Nin


Anaïs Nins persönliche Sprache trifft ins Herz

Später wurde Anaïs Nin Schriftstellerin, sie veröffentlichte Romane und Erzählungen, und druckte und verlegte einige ihrer Bücher sogar selbst. Ihr Freund Henry Miller, der ebenfalls Schriftsteller war, durfte ihre Tagebücher lesen und ermutigte sie, diese zu veröffentlichen. Er ahnte bereits, dass die Welt von ihren Tagebüchern überwältigt sein würde. Ihre veröffentlichten Tagebücher enthalten auch Briefwechsel mit Freund*innen und Leser*innen sowie Rezensionen zu ihren Werken. So lassen sich viele Eindrücke aus Nins Lebens als Frau und Schriftstellerin zur Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit gewinnen. 

Die Autorin sagte von sich selbst, dass sie nur gut über das schreiben kann, was sie fühlt. Wahrheit und psychologische Realität sind die Grundlagen dessen, worüber Anaïs Nin schreibt. Ihre Leser*innen lieben ihre sehr persönliche und menschliche Sprache und können sich mit ihren Gedanken und Gefühlen oft identifizieren.


„Ich entdeckte immer und immer wieder, daß das Tagebuch eine Anstrengung gegen das Dahinschwinden ist, gegen das Verlieren, gegen das Sterben, gegen die Entwurzelungen, gegen Verfall und Unwirklichkeit. Ich habe das Gefühl, daß ich etwas rette, wenn ich es in das Tagebuch aufnehme. Dort ist es lebendig. Wenn jemand ging, fühlte ich, daß ich seine Gegenwart in den Seiten erhielt.“ – Anaïs Nin


Anaïs Nin hat bis zu ihrem Tod 1977 über ein halbes Jahrhundert lang Tagebuch geführt und mehrere Bände erfolgreich veröffentlicht. Ihr Lebenswerk gilt damit als eines der bedeutendsten Tagebücher in der Geschichte der Literatur.


Angst vor Zurückweisung

Anaïs Nin hatte Angst, in der Öffentlichkeit zu sprechen. Sie fragte sich, ob sie Anerkennung und Zustimmung erhalten, geliebt, oder bestraft und zurückgewiesen werde. 1945 beschloss sie, ihre Angst zu überwinden und ergriff die Gelegenheit, an einer Dichterlesung teilzunehmen. Ihr Herz schlug heftig aber nach dem herzlichen Beifall des Publikums fühlte sie sich beschwingt, mit ihren Leser*innen in Kontakt getreten und aus ihrem Schneckenhaus herausgekommen zu sein.

Vielleicht inspiriert dich dieser kleine Einblick in Anaïs Nins Tagebücher ja, um selbst wieder ein paar Gedanken und Gefühle niederzuschreiben. Du kannst dich jederzeit deinem Sorgen-Tagebuch anvertrauen, deine Gefühle ausdrücken und deine Erfolge festhalten, um dir selbst einen Schritt näher zu kommen.






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