Digitales Erbe



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Immer wieder erreichen uns Fragen rund um die Sicherheit der persönlichen Texte im Sorgen-Tagebuch. Nicht selten geht es dabei auch um die Frage wie lange die Texte eigentlich bei uns gespeichert bleiben und ob es möglich ist, dass andere Personen an die gespeicherten Daten herankommen. Diesen Fragen möchten wir heute unseren Artikel widmen.


Können Familienangehörige oder Freunde Zugriff auf meine Daten bekommen?


Wir gewähren grundsätzlich keiner dritten Person Zugriff auf deine Daten - auch nicht deiner Familie oder deinen Freunden.


Um als Außenstehender Zugriff auf die Daten in einem bestimmten Tagebuch zu erhalten muss man zwingend im Besitz des zugehörigen Passwortes sein oder die hinterlegten Sicherheitsfragen fehlerfrei beantworten können. Wählst du hier sichere Eingaben bei der Registrierung, so sind auch die Daten in deinem Tagebuch gut geschützt.


Wir werden diese Daten auch auf Nachfrage an niemanden weitergeben, der nicht eindeutig nachweisen kann der Besitzer des Accounts zu sein.


Und wie ist es, wenn mir etwas zustößt?


Mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Juli 2018 (Az.: III ZR 183/17) wurde festgestellt, dass Accounts und Konten ähnlich wie Briefe und Tagebücher auf Papier als Teil der Hinterlassenschaft gezählt werden und damit vererbt werden können.


Sollte nun ein anerkannter Erbe eine Antrag auf Herausgabe der Daten stellen und lückenlos nachweisen können, dass der bei uns registrierte Account zu dir gehört(e), er dich beerbt und ihm damit der Zugriff auf deinen Account zusteht, wären wir zu einer Herausgabe verpflichtet. Ein solcher Antrag müsste allerdings zunächst einer sehr genauen Prüfung standhalten.


In der Praxis ist dies kaum vorstellbar, da wir mit besten Mitteln versuchen zu verhindern, dass eine Verbindung zwischen deiner Person und deinem Account überhaupt hergestellt werden kann. Wenn du dennoch explizit verhindern möchtest, dass dein Account an deine Erben übergeht, kannst du das in jedem Fall zusätzlich testamentarisch festhalten.


Wie lange werden die Daten eigentlich gespeichert?


Grundsätzlich speichern wir deine Daten so lange, wie du möchtest, dass dein Tagebuch sie für dich aufbewahrt. Dafür haben wir extra eine Funktion implementiert, mit der du alle Daten restlos von unserem System entfernen kannst. Wenn du dein Tagebuch über mehrere Jahre nicht mehr benutzt, gehen wir ebenfalls davon aus, dass du die Daten nicht mehr länger gespeichert haben willst und werden deinen Account bei unserem jährlichen “Frühjahrsputz” ebenfalls löschen.


Wir haben kein Interesse an deinen Daten und auch keinen Anspruch diese länger zu behalten als notwendig oder gewünscht. Daher erfolgt die Löschung nach einer Sicherheitsfrist, nach der wir

annehmen, dass du deinen Account nicht wieder verwenden wirst. Diese liegt derzeit bei 5 Jahren.


Was passiert mit meinen Daten, wenn ich mein Passwort vergesse?


Zunächst passiert nichts mit deinen Daten. Tagebücher, die nicht genutzt werden, werden in unserem System so lange aufbewahrt, bis der Nutzer explizit eine Löschung verlangt oder bis diese über 5 Jahre lang nicht mehr aktiv abgerufen wurden.


Solltest du alle Zugangsdaten vergessen haben und nicht mehr hinreichend nachweisen können, dass es sich bei den Daten um deine Daten handelt werden diese also automatisch nach Ablauf der Sicherheitsfrist gelöscht.







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10.12.2018 16:16 Uhr
Könnt ihr euch diesen riesigen Stapel an Papier mit den zahlreichen Einträgen vorstellen, der (natürlich nur digita… https://t.co/USFeDOKgi2
0 | 0 | @SorgenTagebuch

10.12.2018 16:15 Uhr
Vielen Dank @AnnikaJocki, wir freuen uns immer sehr über solche Reaktionen 😍😊 https://t.co/5GmEVKwjPZ
0 | 0 | @SorgenTagebuch

05.12.2018 15:56 Uhr
Heute ist der #TagdesEhrenamts ! Auch wir nehmen das natürlich zum Anlass um einmal ausdrücklich all unseren ehrena… https://t.co/tifCWGIlM9
0 | 2 | @SorgenTagebuch

Wichtiger Hinweis: Unser Tagebuch wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern gepflegt und betreut. Wir bieten keine medizinische, juristische oder psychologische Beratung. Unsere Antworten basieren auf Lebenserfahrungen und der persönlichen Einschätzung unserer Autoren und sollen den Schreibern helfen, nicht alleine mit ihren Problemen dazustehen, ihnen Mut machen und neue Wege aufzuzeigen.

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