Der Weihnachtsmann schreibt Tagebuch



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Du hast dich schon immer gefragt, wie es dem Weihnachtsmann am Heiligen Abend geht? Wie jeder von uns hat auch er seine Probleme und Sorgen, über die er mit jemandem sprechen will. Erhalte einen exklusiven Einblick in das Tagebuch des Weihnachtsmannes und die Gefühlswelt des bärtigen Festtags Idols.



Ho ho ho, liebes Tagebuch!


Oder sagen wir lieber: Ha, ha, ha – denn in Australien darf ich seit 2007 nicht mehr ho ho ho sagen, weil es den Kindern Angst machen könnte. Ich hoffe also, ich habe dich nicht erschreckt. Aber du kennst mich ja – ich bin immer für einen Witz zu haben!


Endlich ist es soweit: Weihnachten ist wieder da. Ich freue mich sehr, dass ich endlich wieder Geschenke verteilen kann! Die Vorweihnachtszeit ist immer super anstrengend, ich werde ja auch nicht jünger. Da gibt es immer allerhand Stress an allen Ecken: Verspätet eintreffende Wunschzettel, Rentiere, die sich den Fuß umgeknickt haben, fehlende Auswahl an Geschenkpapier... die Liste ist endlos. Ich bin für alles verantwortlich und manchmal wird mir das einfach zu viel. Zu allem Überfluss habe ich mir im Sommer meinen Bart etwas zu kurz rasiert und jetzt fehlen ausgerechnet an Heiligabend 2,36 cm. 2,36 cm! Nicht zu schweigen von meinem roten Lieblingsmantel, der am Rücken inzwischen kräftig zieht. Mensch, bin ich froh, wenn der Stress erst mal wieder vorbei ist. Aber ich mache mir auch etwas Sorgen um die Zeit danach – schließlich wird es dann plötzlich immer ganz ruhig und erst einmal auch langweilig.


Gegen die Langeweile hilft mir bestimmt der Trubel mit den Rentieren. Rudolph ist im Moment in seiner rebellischen Phase. Gestern zum Beispiel habe ich ihn gebeten, für mich eine besonders fragile Spielzeugwindmühle einzupacken, weil ich mit meinen Fingern schon nicht mehr so fit bin. Ich habe echt freundlich gefragt, aber er meinte nur „Glaubste, ich krieg das mit meinen Hufen besser hin, alter Mann?“ und ist dann einfach weg gedüst. Ich wünsche mir einfach etwas mehr Unterstützung, schließlich ist Weihnachtsmann-sein manchmal ganz schön anstrengend und alle machen mich dafür verantwortlich, wenn was nicht klappt. Aber so sind Teenager eben manchmal, oder?


Manchmal kommt es sogar vor, dass ich einem Kind ein hübsches Spielauto schenke – aber der Vater es einfach einkassiert und für sich behält, weil er es auch gerne haben wollte. Dann ist das Kind hinterher traurig, weil es denkt, ich bin ein gemeiner Schurke. Oder noch schlimmer: Das Kind hört auf, an mich zu glauben! Je älter ich werde, desto weniger Leute glauben an mich, es ist fast als würden sie mich verspotten. Jaja, der fette alte Mann, der auf einem Rentierschlitten anreist und durch den Schornstein auf das Kaminfeuer fällt.


Aber bevor du jetzt denkst, ich beschwere mich den ganzen Tag wieder nur: Ich bin jedes Jahr wieder begeistert, was sich die Familien einfallen lassen, um das Haus zu dekorieren. Manche Häuser sind traditionell und altmodisch mit Strohsternen und roten Stoff-schleifen geschmückt, andere folgen den modernsten Farbentrends. Egal ob echte Bäume, Plastikbäume, Kerzen oder Lichterketten – jedes Jahr finde ich etwas Neues, das ich im letzten Jahr noch nicht gesehen habe. Manche Häuser haben sogar riesige Lichtornamente, die mich mit den Rentieren zeigen. Welch eine Ehre!

Ich freue mich auch immer darüber, wie die Familien an Weihnachten zusammenkommen. Das birgt manchmal auch Streitpotential, aber meistens ist es schlussendlich doch schön, mal mit den Verwandten zusammen zu sitzen und Weihnachtslieder zu singen. Da komme ich sofort in Stimmung!


Liebes Tagebuch, jetzt muss ich aber los. Rudolph ruft schon aufgeregt nach mir, denn die ersten Geschenke müssen verteilt werden. Toi, toi, toi, dass ich noch durch den Schornstein passe!


Weihnachtliche Grüße,


Dein Santa Claus







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